Bunt sind schoohon die Wälder

Bine.
Foarte bine! So würd ich meinen Einfall beschreiben, den ich heut morgen zwangsläufig bekam, als ich durch den netten Zitadellenpark spazierte. Zwei Parks liegen auf meinem Arbeitsweg, einen darf ich von der Straßenbahn aus betrachten, den anderen passieren. Für einen besonderen Anlass, oder Zweck hab ich mir diesen ersten morgendlichen Umweg vorgenommen gehabt, und heute dachte ich: Setzen wir die Reihe der ungewohnten Vorkommnisse am Morgen fort (Ich schlief auf des Sofas Federn der anderen WG, da am Vorabend zu müde und lies aus Unmut das Frühstück ausfallen, ziemlich untypisch für mich Erdnussbutterbrotmonsterbacke.
Meine Schützlinge, wie alt sie auch sein mögen, sollen doch heut mal raus, und sich richtig den Herbst bewusst machen, indem sie bunte Frunze sammeln gehn. .. Blätter mein ich natürlich. Vom Regen der Nacht nasse Blätter, die in der Kachelofenwärme den typisch einmummelnden Herbstgeruch verstömten. Genau die. Der kleinen Truppe versuchte ich zu verklickern, welche Art von Prachtstücken später tatsächlich von mir zum Benutzen akkreditiert werden würden. Ich meinte: Haide! Tu Foarte Frumos frunze. Dute! – in schlechtester Grammatik. … Und als wir mit einer vollen Box entclorophyllter Blätter voller Stolz ankamen, gingen wir ans Werk, sie abzutupfen (Für den ein oder anderen nicht ganz einfach, so viel Feingefühl zu zeigen, denn zu manchen Symptomen gehört halt auch eine gewisse unsensible Ader). Die eigentliche Kunst waren die bunten Papierblätter, auf denen, durchgepauscht mit Wachsstiften, die Maserungen verschiedenster Blattformen zum Vorschein kamen. Die Idee überzeugte. Ich war angetan; freute mich, ihnen ein Stück meiner Kindheitsbastelerfahrung weitergegeben zu haben. Wichtig, aus solch einfachen Dingen für die Interessierten ein Erlebnis zu machen. Fotos von Erwachsenen, die im Blätterschnee tollen, sind entstanden, wie auch ein Turm zu pressender Exemplare.
Morgen erklärt mir Sebi, der Psychologe, wie einzig eine regelmäßige Tablette einen Menschen davon abhält, sich größer als Gott zu fühlen. Dieses pharmazeutische Wunder bezeichnete ich heute als „la Folie“, der Wahnsinn, als ichs mir auf der Zunge zergehen lies.

Zu gestern: Nachdem wir den ganzen Vormittag verschwendeten mit dem Warten auf das Signal einiger Ärzte, die wir im Hospital zu treffen hatten, Brezeln aßen im SOnnenschein vorm MCDo, durchs einzige Kaufhaus der Stadt schlenderten, stiegen wir durch etwas schäbige Krankenhausflure, zum Beratungsraum, der am Ende mit abgenutzter, produktiv- muffiger Luft wieder im Zweisein mit seiner Zentralheizung allein gelassen werden würde. Th. Wir als 4 Freiwillige plus Mentor planen eine Brustkrebs-Bewusstseins-Kampagne und ein Benefiz-Volleyball-Turnier und möchten stehts (und gestern zum ersten Mal) Absprache halten mit der Krebs-Assoziation der Stadt. Dies in Person eine taffe Frau. Die mit dem Vorschlag, wir könnten mit dem Geld vor Ort eine Hotline, Pardon Healthline für kostenlose Infomationen über alles was die Krankheit betrifft einrichten und paar Fachleute ausbilden lassen, voll ins Schwarze traf. Ich für meinen Teil war begeistert von der voraussichtlichen Anwendung unserer Spendeneinnahmen.