Hermannstadt

Meine Tage um Silvester waren wunderbar. Zu gut mit den Freundchen von Dresden, die seit Sommer planten, bei mir in Rumaenien ins neue Jahr zu prosten

Sitze grad zu einer kleinen Atempause am Internet in dem Hostelbuero in Sibiu, in dem wir gerad eben eingecheckt haben. Es ist der 6. Januar, das Dreikoenigsfest, ein besonderer Tag fuer die Orthodoxe Kirche.
Haben eine schier verwirrende Zeit hinter uns, obwohl nicht viel passiert ist, wir sind lediglich ein bisschen durch Sigisoara/Schaessburg gestrichen, heut morgen, haben im Historischen Museum medizinische Graeuelwerkzeuge bestaunt, und uns am heissen Apfelsaft erwaermt. Allerdings laesst mich der staendige Wechsel zwischen den Sprachen Rumaenisch, Englisch und Deutsch, der mir an Haeuserwaenden begegnet, den ich spreche, nicht unbeeinflusst; nicht ganz einfach die letzten Tage um Silvester zu verarbeiten, wenn einen rund herum der unglaublich deutsche Einfluss so ablenkt. Anthony und ich, wir gehen unsre 3 taegige Transsilvanienreise in die deutschgepraegten Staedte mit der noetigen Gelassenheit an.

Endlich eine Ahnung, was wir heut Abend unternehmen. Wir treffen mit anderen Rumaenen einige deutsche Coutchsurferfreunde.
Ehrlich, seit dem Nachmittag sind wir in ner von vielen Seiten angepriesenen Stadt. Und entspannen erstmal im Hostel, denn… Trampen strengt an, auch wenn wir schon nach 10 Minuten eingesackt wurden. (Zwei Studenten wollten in die andere Richtung gen Cluj, hielten ein Schild, ein Ungar Ende 20 (sein „Voelkchen“ wohnt gleich um die Ecke) wollte nach Budapest, fragte mich auf deutsch aus und am Ende nach dem facebook-Kontakt. Ja so laeuft das hier. Anthony ist leicht genervt, ob des vielen Deutsches)

Dann auf der Strasse, tauchten wir schliesslich richtig in die Karpaten ein, umhuegelte verfrostete, aber vor allem blendende Landschaft verlief unter unseren Raedern.

Und auf der Hochebene angelangt, auf der Sibiu liegt, erstreckte sich vor uns die erste zerkluftete Bergkette ueber dem hellen dunstigen Land. Wie erstaunlich schnell man doch in Siebenbuergen anlangen kann. Wenn man schlaeft, in Zug und Auto. Wie schnell man in den Bergen ist. Wie schnell man sich an die vorueberfliegenden Haeuser in ihrem rumaenisch buntem Stil gewoehnt.

Auf zum Irish Pub. Haidet!