Kann ich PINK besingen?

Ich hab euch ganz sehr auf dem Trockenen schwimmen lassen in letzter Zeit. Die Spannung muss auch schon längst verpufft sein, was wohl noch mit der Pink Campaign ablief.
Aiaiaaarrhh . Da gab es die Party. Aus der am Ende wirklich nur eine gewöhnliche Rumänien-Disse wurde, bei der die Message nicht wirklich rüberkam. Wahrscheinlich, weil eine aus unsrem Team die Féte hat allein planen wollen.

Püh, also ich hab es genossen, ein bisschen die Liebeslieder mitzuschmettern. Alles in allem ein netter Abend, den ich noch mit einer deutschen FSJlerin und ihrem ungarischen Freund in einem anderen Pub rund gemacht hab, nach den rumänischen Volksschrammelkaraokeliedern. Bis Nachts 4 in der Woche. …Wie gewöhnlich das schon ist.
Anschließend kamen zwei Tage voller logistischem Stress und der Ausführung unseres Crosslaufs. So wie vorher ausreichend (aber nicht perfekt) abgesprochen, übernahm jeder seine Rolle, Anthony an der Registrierung der teilnehmenden Renner, ich mit den Tombolapreisen und den Gewinnern, Laurentiu Moderator, Morgane der Freiwilligenkoordinator. Labern, Labern, Rumaenisch, Englisch. Das Gesamtbild schien einen guten Eindruck zu machen, die Staffel-laufenden Schüler waren unglaublich bei der Sache. Trotz einiges Tumults, weniger Spontanteilnehmer und kleiner Fehler, wurde die Erwartung unseres Mentors Laurentiu, der mit der fachlichen Ahnung, zu 90 % erfüllt, dem ich bis jetzt noch nicht richtig Glauben schenken kann (wo er doch uns nichts zutraut). Geschafft, und durch diese Erfahrung reicher, sich voll auf seine Aufgabe konzentriert zu haben, nicht mal eine Ehrenrunde für die Brustkrebskranken gedreht zu haben, fing ich schon wieder an, einzupacken. Den Grad der Anstrengung merkt man erst, wenn sie abfällt. Gemeinsam mit unseren anderen freiwilligen Helfern in der Stammpizzeria. Aber das heißt nichts. Diese Pause wurde uns gerade so gegönnt. Bei strahlendem Wetter haben wir drei im Büro noch Nacharbeiten angestellt, mit großen Selbsteinschätzungen auf den Lippen. Laurentiu indessen, werkelte an der Internetpräsentation des Crosslaufes, was er als Workaholic sicherlich 24 h später, am Sonntag immer noch tat. Er hat so abgenommen, seit wir EFD´ler hier sind. Eindeutig halst er sich zu viel auf. Eine dem entgegenwirkende Entscheidung hat er aber gefasst: für die nächste Periode wird er kein EFD-Projekt für 10 Freiwillige beantragen. Gut für ihn. Sollte er. Schlecht für die Einrichtungen.

Ich sitze gerade noch über meiner eigenen Evaluation. Persönlich. Wenn man über 3 Monate intensiv sich in eine Sache reinhängt, in einem Team zu arbeiten hat, merkt man wo seine Grenzen sind…
Freitag das letzte Treffen. Da übergeben wir sozusagen unsere Vorarbeit, den Staffelstab an Interessenten, die die Selbsthilfegruppe für die von Brustkrebs- betroffenen weiterführen.

Alles in allem, grossartig, eine Sache gemeinsam bis zu Ende gefuehrt zu haben. Ich schmetter ein Ohoho los, und denke dazu: ich nehme doch lieber was in die Hand, anstatt allzeit eine ueberzeugende und standhafte Zunge haben zu muessen.